Steinmeier in Amsterdam: Ein Blick auf die dunkle Vergangenheit und auf die unbequeme Gegenwart
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Steinmeier in Amsterdam : Ein Blick auf die dunkle Vergangenheit und auf die unbequeme GegenwartVon Thomas Gutschker, Amsterdam09.06.2026, 20:39Lesezeit: 5 Min.Bildbeschreibung ausklappenBundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht am Dienstag mit Ehefrau Elke Büdenbender das Holocaust-Museum in Amsterdam, begleitet von König Willem-Alexander und Königin MáximaAFPZum Auftakt seines Staatsbesuchs in den Niederlanden besucht der Bundespräsident das Holocaust-Museum – und hört von Juden, welche Sorgen sie heute haben.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Das niederländische Holocaust-Museum steht an einem Ort in Amsterdam, der die Ambivalenz dieser Geschichte widerspiegelt. Auf dem Gelände befand sich einst eine Schule zur Ausbildung von Erzieherinnen, daneben eine Kinderkrippe. Tausende Kinder wurden dort untergebracht, bevor sie von den deutschen Besatzern in die Vernichtungslager im Osten deportiert wurden.Trotzdem ist es auch ein Ort der Hoffnung und der Menschlichkeit. Denn den Erzieherinnen gelang es, etwa 600 Kinder aus der Krippe herauszuschmuggeln und in Sicherheit zu bringen. Einige Monate lang ging das so, bis die Nazis dahinterkamen und auch die Direktorin der Schule nach Auschwitz beförderten, in den Tod. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Hier, im Hof der Schule, beginnt am Dienstag der Besuch von Bundespräsident Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender. Begleitet werden sie vom Königspaar, Willem-Alexander und Máxima.Es ist der erste echte Termin des drei Tage währenden Staatsbesuchs nach dem zeremoniellen Empfang im Palast am Dam-Platz und der Niederlegung eines Kranzes am Mahnmal für die Opfer der deutschen Besatzung. Und was für einer! Denn es geht nicht nur um die dunkle Seite der Vergangenheit. Es geht – im zweiten Teil – auch darum, wie es Juden heute in den Niederlanden ergeht. Mit ambivalent sind diese Erlebnisse noch höflich umschrieben.Drei Viertel der jüdischen G...





