Mainzer Stromerzeugung: Klimaschützer sehen Wasserstoffkraftwerke kritisch
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Mainzer Stromerzeugung : Klimaschützer sehen Wasserstoffkraftwerke kritischVon Markus Schug04.05.2026, 17:39Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenHerzstück: Das 2014 generalüberholte Gas- und Dampfturbinenkraftwerk auf der Ingelheimer Aue könnte bald Unterstützung durch weitere Anlagen bekommen.KMW AGDie Kraftwerke Mainz-Wiesbaden setzen auf Erdgas und hoffen auf Wasserstoff. Kritiker bezweifeln, dass man mit dieser Strategie bis 2035 klimaneutral wird.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die Ingelheimer Aue, das Mainzer Energiezentrum am Rhein, ist im Wandel. Ebendort, wo vor mehr als 15 Jahren noch ein wohl rund 1,2 Milliarden Euro verschlingendes Kohlekraftwerk errichtet werden sollte, wird Strom inzwischen vor allem mithilfe moderner Gasanlagen erzeugt, und Fernwärme bei der Müllverbrennung gewonnen. Demnächst soll außerdem ein 54-Megawatt-Rechenzentrum ans Netz gehen, für das die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) AG und ihre Partner des norwegischen Unternehmens Green Mountain – ohne Innenausstattung – dem Vernehmen nach etwa 600 Millionen Euro investieren. Das erste von insgesamt drei Gebäuden am Flussufer, die von den Bauherren und dem Hauptnutzer, einem der fünf großen, international agierenden Hyperscale-Cloud-Anbieter, als „Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit“ betrachtet werden, dürfte im Laufe des Jahres fertig werden.Mit den aktuellen Veränderungen auf der Ingelheimer Aue, die sich unmittelbar an das neu geschaffene Stadtquartier Zollhafen anschließt, sind allerdings nicht alle einverstanden: Gleich mehrere Umwelt- und Klimaschutzinitiativen werfen den Kraftwerken als einem regional ausgerichteten Energieversorger und -erzeuger vor, noch immer zu stark auf den fossilen Brennstoff Gas zu setzen. So aber lasse sich die politisch ja gewünschte und rechtsrheinisch auch beschlossene Klimaneutralität bis 2035 nicht erreichen.„Gas ist teuer und extrem klimaschädlich“„Strom aus Gas ist teuer und extrem klimaschädlich“, heißt es in...




