Dmitri Kourliandski: Der zarte Klang der Katastrophe
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Dmitri Kourliandski : Der zarte Klang der KatastropheVon Kerstin Holm10.06.2026, 20:33Lesezeit: 5 Min.Bildbeschreibung ausklappenDmitri Kourliandski in der Kirche Sankt Peter in KölnPatricia KühfussNoten aus dem Totenbuch: Der russische Komponist Dmitri Kourliandski lotet im Exil die Grenzen der zeitgenössischen Musik aus. Eine Begegnung.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Das neue Streichquartett „Partially Restored Landscapes“, das er als Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg erarbeitet hat und das bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik im April vom Quatuor Diotima uraufgeführt wurde, sei sein erstes vollwertiges Werk seit seiner Flucht aus seiner Heimat vor vier Jahren, sagt der russische Komponist Dmitri Kourliandski, als wir uns vor dessen zweiter Aufführung im Wissenschaftskolleg treffen.Der 50 Jahre alte Kourliandski, der in der Moskauer und internationalen Musikszene für seine radikale Klangästhetik geschätzt wird, war von der russischen Vollinvasion in die Ukraine überrascht worden wie die meisten seiner Landsleute. Der Musiker wartete in den frühen Morgenstunden des 24. Februar 2022 mit seiner Frau und drei Kindern auf einem Moskauer Flughafen auf den Abflug nach Armenien, um sich dort für eine geplante Reise nach Frankreich, wo seine Oper aufgeführt werden sollte, mit einem westlichen Vakzin gegen Corona impfen zu lassen. Die Nachricht vom Beginn des großen Krieges veranlasste das Paar, mit dem bisherigen Leben radikal zu brechen. Externer Inhalt von Youtube Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig. Dabei können personenbezogene Daten von Drittplattformen (ggf. USA) verarbeitet werden. Weitere Informationen . Externe Inhalte aktivieren Kourliandski kündigte sogleich die gemeinsame Wohnung und seine Stelle als musikalischer Leiter des Moskauer Electrotheatre und unterschrieb Briefe gegen den Krieg, während seine Frau an Antikriegsaktionen teilnahm. Es wäre ein Verbrechen an den Kindern gewesen...



