Zinserhöhung: Na los, EZB
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Zinserhöhung : Na los, EZB Ein Kommentar von Christian Siedenbiedel10.06.2026, 10:18Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenStimmungsvoll: Die Notenbank sollte die Zinsen anheben.dpaSo, nun ist genug herumüberlegt. Die Inflation hat 3,2 Prozent erreicht. Zeit für eine Zinserhöhung. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Den richtigen Zeitpunkt für eine Zinswende zu erwischen, ist in der Geldpolitik gar nicht so einfach. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass viele Daten erst mit Verzögerung vorliegen und auch Zinsschritte nur mit Verzögerung wirken. Verständlich daher, dass die EZB nach dem Beginn des Irankrieges erst mal abwarten wollte, wie lange der Ölpreis so hoch bleibt und wie stark die Inflation wirklich anzieht.Aber jetzt ist es auch mal gut mit dem Abwarten. Die Inflation im Euroraum hat 3,2 Prozent erreicht. Die mittelfristigen Inflationsprognosen der EZB dürften nicht zu halten sein, sie müssen nach oben korrigiert werden. Das ist der richtige Zeitpunkt für eine Zinserhöhung – die erste seit September 2023. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen EZB sollte teure Energie nicht zulassenEs gibt ein Argument, warum die EZB in solchen Fällen unter Umständen nichts tun sollte: Wenn die höhere Inflation ausschließlich angebotsseitig durch einen kurzzeitigen Anstieg des Ölpreises bedingt ist, kann die Notenbank durch eine Zinserhöhung nicht ganz viel bewirken. Sie kann ja kein Öl herbeischaffen. Dann, so sagt man manchmal, solle sie durch einen kurzzeitigen Inflationsanstieg „hindurchschauen“.Mehr zum ThemaFinanzstabilitätsberichtEZB sorgt sich über Ausverkauf am Anleihemarkt



