TV-Serie „King and Conqueror“: Ein Teppich mit zweihundert Pferden
•TV-Serie „King and Conqueror“ : Ein Teppich mit zweihundert PferdenVon Matthias Hannemann15.04.2026, 13:54Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenTurm in der Schlacht: Nikolaj Coster-Waldau als Wil...
•Das kann man gut schauen – wenn einem Fiktion mehr gilt als der Blick auf die Fakten.
•Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Mittelalterliche Zustände sind in vielerlei Hinsicht wieder in Mode.
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TV-Serie „King and Conqueror“ : Ein Teppich mit zweihundert PferdenVon Matthias Hannemann15.04.2026, 13:54Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenTurm in der Schlacht: Nikolaj Coster-Waldau als WilliamParamountDie TV-Serie „King and Conqueror“ erzählt von der normannischen Eroberung Englands 1066. Das kann man gut schauen – wenn einem Fiktion mehr gilt als der Blick auf die Fakten. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Mittelalterliche Zustände sind in vielerlei Hinsicht wieder in Mode. Sie scheinen auf in Serien wie „Vikings“ über das Gemetzel bei dem Wikinger-Überfall auf das Inselkloster Lindisfarne 793, „The Last Kingdom“ über die Geburt Englands im neunten und zehnten Jahrhundert oder „Vikings: Valhalla“ über den Anfang vom Ende der Wikingerzeit in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts. Die neueste Lieferung heißt „King and Conqueror“. Wieder so viele Gesichter, dass man anfangs nicht mitkommt. Aber das schleift sich ein, und in Großbritannien, wo die Serie im Sommer vergangenen Jahres anlief, weil sie für die BBC und CBS produziert wurde, kennt ja jedes Schulkind die Namen. Allerdings wohl auch die Fakten. Wer eine Serie über „William, den Eroberer“ dreht, der England die normannische Invasion 1066 bescherte, muss sich nicht wundern, wenn dramaturgische Verzerrungen zu Kritik führen. In zahlreichen Foren im Netz beschweren sich Geschichtsnerds über harmlose Verdichtungen, lästige Modernisierungen, unnötige Abweichungen (William mit Bart und Harold ohne?) und auch schwerwiegende Fehler (wie zwei Morde).Dramaturgische Verzerrungen führen zu KritikKlar war, dass „King and Conqueror“ kaum dieselbe Wirkung entfalten würde wie der vor 950 Jahren entstandene „Teppich von Bayeux“, der das Geschehen festhält. Man kann als Fernsehmacher nach Island fahren, um erhabene Kulissen zu finden, die sich der Zuschauer als England oder Normandie vorstellen kann. Man kann die kernigsten Schauspieler haben wie Nikolaj Coster-Waldau aus „Game of Thrones“, der Willi...المصدر: FAZ | Source: FAZ
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