Till Brönner: Steht Italia drauf, ist aber Jazz drin
•Till Brönner : Steht Italia drauf, ist aber Jazz drinVon Wolfgang Sandner27.04.2026, 15:32Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenGewieftes Showtalent: Till Brönner in der Alten OperWonge BergmannT...
•Das unterscheidet ihn von vielen seiner Kollegen, die mit dem Outfit auch ihren Klang geändert haben, die Show die Musik überwuchern lassen und so nicht mehr glaubhaft zum Offbeat und zur kreativ drän...
•Paul Kuhn, Bill Ramsey, Caterina Valente, Hazy Osterwald, Gitte Hænning und wie sie alle heißen aus der Phalanx von Konvertiten zur Schlagerkonfession, sie alle waren zeitweilig großartige Jazzmusiker...
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Till Brönner : Steht Italia drauf, ist aber Jazz drinVon Wolfgang Sandner27.04.2026, 15:32Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenGewieftes Showtalent: Till Brönner in der Alten OperWonge BergmannTill Brönner bietet in der Frankfurter Alten Oper einen fulminanten Trip durch sein mediterranes Traumland.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Eins muss man Till Brönner, dem international bekanntesten und kommerziell sicherlich auch erfolgreichsten Jazzmusiker Deutschlands, schon lassen: Es geht immer um Jazz, selbst wenn die Verpackung etwas anderes suggerieren mag. Das unterscheidet ihn von vielen seiner Kollegen, die mit dem Outfit auch ihren Klang geändert haben, die Show die Musik überwuchern lassen und so nicht mehr glaubhaft zum Offbeat und zur kreativ drängenden Improvisation zurückfinden. Paul Kuhn, Bill Ramsey, Caterina Valente, Hazy Osterwald, Gitte Hænning und wie sie alle heißen aus der Phalanx von Konvertiten zur Schlagerkonfession, sie alle waren zeitweilig großartige Jazzmusiker oder hätten es doch sein können, wenn sie nicht beim „Bier am Klavier“, bei „Steig in das Traumboot der Liebe“ oder beim „Kriminal-Tango“ hängen geblieben wären und partout eine „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“ und einen „Cowboy als Mann“ gewollt hätten.Till Brönner ist Jazzmusiker und sagt es fast wie eine Bitte um Nachsicht bei seiner jetzigen Tournee unter dem Slogan „Italia“. Und so spielt er auch. Wobei man in der ausverkauften Alten Oper in Frankfurt schon ins Grübeln kommen kann. Da steht einer auf der Bühne, intoniert mit seinem glitzernden Instrument die abgenudelte Schnulze „Volare“ von Domenico Modugno aus dem Jahr 1958 vom Festival in San Remo, steigert sich sogleich mit dem Tenorsaxophonisten Mark Wyand in eine phantastische Jazz-Battle, als wolle man dem Bebop-Giganten Clifford Brown und seinem zeitweiligen Partner, dem „Genius of Modern Music“ Lou Donaldson, gemeinsame Reverenz erweisen. Und was machen die 2400 Zuhörer im voll beset...المصدر: FAZ | Source: FAZ
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