Tag der Bundeswehr: Mögen wir unsere Soldaten wieder?
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Tag der Bundeswehr : Mögen wir unsere Soldaten wieder?Von Justus Bender06.06.2026, 08:16Lesezeit: 6 Min.Bildbeschreibung ausklappenBundeswehrgelöbnis in Düsseldorf vor dem nordrhein-westfälischen Landtag im Jahr 2025dpaFrüher mussten sich Offiziere auf der Straße vor Angriffen fürchten, heute bedanken sich Passanten bei ihnen.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Wenn Klaus Naumann im Jahr 1958 seine Kaserne verließ, sagten ihm seine Ausbilder: „Gehen Sie nie alleine!“ Und: „Nehmen Sie ein kleines Säckchen Streupfeffer mit!“ Gemeint war der normale Pfeffer aus der Kasernenküche. Den sollte Naumann werfen, wenn ihn jemand angriff. Das waren die Fünfzigerjahre. Naumann war damals noch nicht Vier-Sterne-General und Generalinspekteur, und viele Deutsche waren der Meinung, dass Deutschland keine Armee brauchte. Also musste Naumann schauen, dass er bei Spaziergängen nicht von der eigenen Bevölkerung vermöbelt wurde. Verspottet wurde er auch. Naumann hatte im Abitur in Mathe und Physik eine Eins. Als er dem Lehrer erklärte, er wolle Offizier werden, entgegnete der Herr Professor, wie man den Lehrer nannte: „Naumann, dazu bist du nicht dumm genug!“ So war die Grundstimmung – jahrzehntelang. 1959 sagte der Kirchenpräsident Martin Niemöller: „Mütter und Väter sollen wissen, was sie tun, wenn sie ihren Sohn Soldat werden lassen. Sie lassen ihn zum Verbrecher ausbilden.“ Bundesregierung und Bundestag tobten, Verteidigungsminister Franz Josef Strauß stellte Strafantrag wegen Beleidigung. * { font-size: 100%; margin: 0; padding: 0; } *, ::after, ::before { box-sizing: inherit; }



