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Seltene Erden: EU kämpft vergeblich gegen wachsende Abhängigkeit von China

اقتصاد
Der Spiegel
2026/04/14 - 05:37 507 مشاهدة
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Rohstoff-Abhängigkeit »Ich glaube nicht, dass irgendjemand wirklich weiß, ob Europa ohne China überhaupt Zahnpasta herstellen könnte« Als China im vorigen Jahr Exportkontrollen auf sieben seltene Erden einführte, war das ein Schock. Eigentlich will Europa seine Abhängigkeit verringern. Doch das Gegenteil geschieht, beklagt Jens Eskelund von der EU-Handelskammer. 14.04.2026, 07.37 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Kammer-Präsident Eskelund: »Überlebensmechanismus« der Unternehmen Foto: Johannes Neudecker / dpa »Trotz aller Diskussionen sehen wir nicht wirklich, dass Europa weniger abhängig von China wird«, sagte Präsident der EU-Handelskammer, Jens Eskelund, in Peking: Im vergangenen Jahr hätten mit 26 Prozent doppelt so viele Firmen in einer Umfrage angegeben, ihre Lieferketten nach China zu verlagern, wie Firmen, die diese von dort wegverlegen oder sich ein zweites Standbein im Ausland aufbauen wollen. Dieser Trend setze sich eindeutig fort, sagte der Präsident der Interessenvertretung von mehr als 1600 europäischen Mitgliedsfirmen in China. Anlass war die Veröffentlichung eines Berichts zum Thema Exportkontrollen. Dabei sind dem Dänen zufolge viele Firmen wegen der Unsicherheiten nicht unbedingt begeistert, China noch mehr ausgesetzt zu sein. Mehr zum Thema Rohstoffe: China führt strengere Exportkontrollen für seltene Erden ein Seltene Erden: Rohstoffabhängigkeit von China bedroht EU-Wirtschaft Von Markus Becker Abhängigkeit bei seltenen Erden und Co.: Die Rohstoff-Rebellion der EU stockt Von Benedikt Müller-Arnold, Brüssel Es handele sich eher um einen »Überlebensmechanismus«. Viele EU-Firmen hätten mindestens einen chinesischen Konkurrenten. Wer im Markt gewinnen wolle, brauche das bessere Produkt zum niedrigeren Preis, sagte Eskelund. Dies sei nur möglich, wenn man chinesische Lieferketten nutze, erklärte er. Doch die Abhängigkeiten schafften Probleme, die nun politische Reaktionen erzeugten, sagte Eskelund. Besonders einschneidend waren Pekings Exportkontrollen im vergangenen Jahr auf sieben seltene Erden und die daraus gefertigten Magnete. China ist weltweit führend in der Produktion dieser wichtigen Rohstoffe, die in Motoren, Smartphones und vielen Alltagsgeräten stecken. Sieben seltene Erden – ein Drittel der Unternehmen betroffenIm Herbst hatte Peking Exportkontrollen gegen weitere seltene Erden angedroht. Diese wurden jedoch bis November dieses Jahres vertagt, nachdem US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Südkorea eine Pause in ihrem laufenden Handelsstreit vereinbart hatten. Zur Überraschung der Kammer gaben Anfang dieses Jahres in einer Umfrage fast ein Drittel der Mitglieder an, von den Exportkontrollen betroffen zu sein. In Anbetracht der wenigen kontrollierten Stoffe sei die Menge an betroffenen Produkten »unglaublich«, hieß es. »Ich glaube nicht, dass irgendjemand wirklich weiß, ob Europa ohne China überhaupt Zahnpasta herstellen könnte«, sagte Eskelund. Der aktuelle Bericht der Kammer betont, einige Firmen sorgten sich, dass China über die erforderlichen Details in den Anträgen für Exportlizenzen Abhängigkeiten von Firmen erfassen könne. »Die Abhängigkeit der EU von China ist groß genug, dass das Land – durch sein Exportkontrollsystem – der europäischen Wirtschaft nun beispiellosen Schaden zufügen könnte, sollte es sich dazu entschließen«, warnt die Kammer. mamk/dpa-AFX Startseite Feedback
المصدر: Der Spiegel | Source: Der Spiegel

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