Politische Sprache in USA: „Halt die Klappe, du hässlicher Scheißkerl“
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Politische Sprache in USA : „Halt die Klappe, du hässlicher Scheißkerl“Von Sofia Dreisbach, Washington06.06.2026, 18:39Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenMAGA-Caps während einer Rede Donald Trumps am 23. AprilAPIn der amerikanischen Politik sind Schimpftiraden Alltag. Ein kalifornischer Sprachforscher über die Gründe, Folgen – und darüber, wer ungestraft fluchen darf.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Professor Bergen, die Demokraten haben auf einen X-Beitrag des Präsidentenberaters Stephen Miller jüngst mit der Bemerkung reagiert: „Halt die Klappe, du hässlicher Scheißkerl.“ 37.000 Leute haben das geteilt. Ist das die neue rhetorische Realität in Amerika?In gewisser Weise schon. In den vergangenen zehn, zwölf Jahren haben wir eine deutliche Zunahme von Tabu- und Schimpfwörtern im politischen Diskurs beobachtet. Früher wurde solche Sprache hinter verschlossenen Türen verwendet. Heute findet man sie offen in politischen Werbespots, Reden, Social-Media-Posts und anderen öffentlichen Äußerungen von Politikern. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Sie sagen zehn, zwölf Jahre. Zeitlich fällt das mit dem politischen Aufstieg Donald Trumps zusammen. Ist das ein Zufall?Als Wissenschaftler muss man vorsichtig sein, Korrelation und Kausalität gleichzusetzen. Es gibt noch einen anderen wichtigen Faktor: den Aufstieg sozialer Medien. Diese Plattformen haben die öffentliche Kommunikation viel informeller gemacht. Menschen – auch Politiker – teilen dort spontaner ihre Gedanken, und informelle Sprache enthält häufiger Schimpfwörter. Trump war während seines ersten Wahlkampfs noch entschieden zurückhaltender. Die wenigen Fälle, in denen er öffentlich fluchte, erhielten damals enorme Aufmerksamkeit.Warum greifen Politiker überhaupt zu Schimpfwörtern?Sie wollen Aufmerksamkeit. Sie wollen, dass ihre Botschaften wahrgenommen werden. Darüber hinaus kann Schimpfen bestimmte Eindrücke erzeugen: Studien zei...




