Nach 88 Tagen: Iran ist wieder online
•Nach 88 Tagen : Iran ist wieder onlineVon Friederike Böge, Istanbul27.05.2026, 14:46Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenEin Frau überquert am 24.
•Mai 2026 die Straße vor einem Bild, das den Revolutionsführer Khomeini zeigt.AP Photo/Vahid SalemiEs war die längste Internetsperre der Geschichte.
•Der iranische Präsident hat sie nun aufgehoben.
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Nach 88 Tagen : Iran ist wieder onlineVon Friederike Böge, Istanbul27.05.2026, 14:46Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenEin Frau überquert am 24. Mai 2026 die Straße vor einem Bild, das den Revolutionsführer Khomeini zeigt.AP Photo/Vahid SalemiEs war die längste Internetsperre der Geschichte. Der iranische Präsident hat sie nun aufgehoben. Gegen den Widerstand der Hardliner.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Um 20.49 Uhr kommt ihre erste Nachricht seit drei Monaten. „Ich bin endlich wieder online“, schreibt eine Freundin aus Teheran. Dazu lachende und vor Freude weinende Emojis. Solche und ähnliche Botschaften verschickten Millionen Iraner am Dienstagabend. Ein kollektives Aufatmen brach sich im Internet Bahn. Erst in Chatnachrichten auf Whatsapp und Telegram. Dann auch auf den Plattformen X und Instagram. Die längste Internetsperre der Geschichte ist nach 88 Tagen zu Ende.„Herzlich willkommen zurück, Iran“, schreibt die Organisation Netblocks, die die Konnektivität von Ländern zum weltweiten Internet misst. Laut einem Schaubild liegt der Wert des Internetverkehrs beziehungsweise der Erreichbarkeit für Iran jetzt bei mehr als 80 Prozent im Vergleich zu vor der Blockade. Seit Anfang des Irankrieges Ende Februar war er fast durchgehend bei null gewesen. Nur wer sich teure Hard- und Software zur Umgehung der Sperre leisten konnte oder zu den politisch Privilegierten gehörte, hatte Zugang. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Schon am Montagabend hatte der iranische Präsident Massud Peseschkian per Dekret eine Aufhebung der Internetsperre verfügt. Sein für Digitales zuständiger Stellvertreter, Ehsan Chitsaz, sagte dazu: „Wir glauben, die Leute haben ein Recht auf das Internet, und es muss ihnen zurückgegeben werden.“ Den Weg dahin bezeichnete er als „schwer und kostspielig“. Wenn es nach Peseschkian und den Wirtschaftsverbänden gegangen wäre, wäre dieser Schritt wohl schon viel frühe...المصدر: FAZ | Source: FAZ
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