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Iran: Präsident Peseschkian räumt wirtschaftliche Probleme offen ein

اقتصاد
Der Spiegel
2026/08/24 - 02:37 506 مشاهدة
تحليل ذكي | AI Editorial Analysis

Versorgung der Bevölkerung Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein Normalerweise kommen aus Teheran trotzige Durchhalteparolen.

Nun aber spricht der iranische Präsident Massud Peseschkian die Probleme im eigenen Land ungewohnt offen an.

Vielen Menschen mangele es am nötigsten.

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Versorgung der Bevölkerung Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein Normalerweise kommen aus Teheran trotzige Durchhalteparolen. Nun aber spricht der iranische Präsident Massud Peseschkian die Probleme im eigenen Land ungewohnt offen an. Vielen Menschen mangele es am nötigsten. 24.08.2026, 04.37 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Bild vergrößern Straßenszene an zentralem Platz in Teheran (am 3. August) Foto: Abedin Taherkenareh / EPA Derart klare Worte kommen aus Teheran nicht allzu häufig: Vor dem Hintergrund der US-Androhung eines Wirtschaftskriegs (hier mehr zum Thema) hat der iranische Präsident Masoud Pezeshkian Schwierigkeiten im Land eingeräumt, insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage. Die Regierung setze sich dafür ein, die Inflation zu senken, sagte Pezeshkian in einer Rede, wie aus einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des Präsidenten hervorgeht. Pezeshkian sprach demnach auch von »erheblichen Ungleichgewichten« in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin sowie in der Umwelt und im Bankensektor, die seine Regierung »geerbt« habe. Seit seinem Amtsantritt im Juli 2024 habe das Land mit einer Kombination aus Krieg, Sanktionen, politischem Druck und Attentaten zu kämpfen gehabt. Bild vergrößern Mann neben Geldautomat in Teheran (am 13. August) Foto: Abedin Taherkenareh / EPA Pezeshkian schien in der Rede auch auf die jüngste Aussage von US-Präsident Donald Trump einzugehen, der Iran fast sechs Monate nach Beginn der militärischen Auseinandersetzung mit einem Wirtschaftskrieg gedroht hatte. Pezeshkian sagte der Mitteilung zufolge, Iran sei »mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert«. Er habe darauf hingewiesen, »dass die Feinde offen damit gedroht hätten, beispiellose Sanktionen gegen das Land zu verhängen«. Mehr zum Thema Neue Sanktionsdrohungen: Iran warnt USA vor Bumerang-Effekt bei Wirtschaftskrieg 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen Ziel in Europa: Iranische Hacker haben britische Energieanlage für vier Tage lahmgelegt 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen Konflikt mit USA: Iran erlaubt irakischen Öltankern, Straße von Hormus zu passieren 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Trotz des ausgeklügelten Systems zur Umgehung der Sanktionen ist die wirtschaftliche Entwicklung in Iran jedoch seit Jahren massiv unter Druck. Die Bevölkerung leidet unter einer sprunghaft gestiegenen Inflation. Andere Führungskräfte geben sich trotzigerAngesichts der angesprochenen Probleme lasen sich die Inhalte der Rede weniger gelassen als Äußerungen anderer Vertreter der iranischen Führung. So sagte Außenminister Abbas Araghchi, wirtschaftliche Kriegsführung sei ein immer wiederkehrendes Muster und Teil der langjährigen Einschüchterungstaktik Washingtons. Iran habe gelernt, damit umzugehen. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hatte die USA angesichts der von Washington geplanten verschärften Sanktionen gegen die Islamische Republik vor einem Bumerang-Effekt gewarnt (mehr hier). Auf der Plattform X teilte er einen Comic, der insinuierte, dass der von Washington angekündigte Wirtschaftskrieg die USA selbst treffen werde. Importing frozen meat to fix meat prices. Okay, that might work. What’s the plan for bonds, import frozen yields? Frozen homebuyers for housing? Frozen paychecks for wages? A frozen foreign policy delivers a frozen economy. The only thing still moving? The Iran boomerang. pic.twitter.com/57punhFspI — محمدباقر قالیباف | MB Ghalibaf (@mb_ghalibaf) August 23, 2026 Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Deaktivieren Sie Drittanbieter-Inhalte im Privacy-Center Zur Datenschutzerklärung Der neue Chef des iranischen nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaee, drohte am Wochenende den ölreichen Nachbarländern, sich nicht an einem Wirtschaftskrieg gegen Iran zu beteiligen. Man werde jeden, der das tue, als Feind betrachten und nicht ein Tropfen Öl werde den Persischen Golf passieren, sagte er im Staatsfernsehen. Am Wochenende passierten laut dem Schiff-Tracker Kpler weniger als 20 Schiffe die wichtige Straße von Hormus. Wegen der Parlamentswahlen in den USA steht Donald Trump unter Druck. Daheim mangelt es ebenso an Erfolgen wie in der Außenpolitik. Der US-Präsident kümmert sich derweil um die Preise für Hackfleisch. Mehr dazu hier. jok/dpa Startseite Feedback
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