In Göttingen - In diesem Uni-Gefängnis sperrte man früher Studenten ein
•Heute ein Touristenmagnet: In diesem Uni-Gefängnis sperrte man früher Studenten einDas wohl ungewöhnlichste Gefängnis Deutschland steht auf einem Uni-Campus in Südniedersachsen (Symbolbild)Foto: Felix...
•Der Studentenkarzer der Georg-August-Universität war fast 200 Jahre lang in Betrieb und zieht inzwischen Besucher aus aller Welt an.
•Eine hölzerne Pritsche, Tisch, Bank, Abort und ein kleines Fenster: Die kargen Räume wirken noch heute wie aus der Zeit gefallen.
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Heute ein Touristenmagnet: In diesem Uni-Gefängnis sperrte man früher Studenten einDas wohl ungewöhnlichste Gefängnis Deutschland steht auf einem Uni-Campus in Südniedersachsen (Symbolbild)Foto: Felix Kästle/dpaRobin Hartmann06.04.2026 - 15:00 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenWer in Göttingen studiert hat, konnte früher für Trunkenheit oder Duelle im Uni-Gefängnis landen – heute ist genau dieser Ort eine der größten Attraktionen der Stadt. Der Studentenkarzer der Georg-August-Universität war fast 200 Jahre lang in Betrieb und zieht inzwischen Besucher aus aller Welt an. Eine hölzerne Pritsche, Tisch, Bank, Abort und ein kleines Fenster: Die kargen Räume wirken noch heute wie aus der Zeit gefallen. Hier saßen keine Schwerverbrecher ein, sondern Studierende, die gegen Regeln der Universität verstießen. Wie TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet, nutzte die Hochschule den Karzer seit 1735, um „außeruniversitäre Umtriebe“ einzudämmen. Bestraft wurden unter anderem Trunkenheit, verbotene Duelle oder öffentliches Urinieren.Die Strafen reichten von Geldbußen bis zu zwei Wochen Haft. Möglich war das durch eigene Universitätsgerichte – ein Privileg, das viele Hochschulen damals hatten. Insgesamt kamen so rund 34.500 Hafttage zusammen.Vom Strafraum zum KultortMit der Zeit verlor die Strafe ihren Schrecken. Die Bedingungen wurden lockerer, Essen durfte bestellt werden, und die Insassen verewigten sich mit Zeichnungen und Sprüchen an den Wänden. Ein Häftling nannte den Karzer sogar „Haus der akademischen Freiheit“.Irgendwann galt es fast als Auszeichnung, ein paar Tage eingesessen zu haben. Der Haftzettel wurde zum Erinnerungsstück. Als die abschreckende Wirkung endgültig verpuffte, schloss die Universität das Gefängnis 1933.Bismarck saß hier einZu den bekanntesten Insassen zählt Otto von Bismarck. 1832 kommt er als Jurastudent nach Göttingen – und fällt schnell auf. In nur drei Semestern bringt er es auf insgesamt 18 Tage im Studentenkarzer. Sei...المصدر: Bild | Source: Bild
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