Geht das nur mir so? - Fremdes Geld verschenken, kann Politik am besten
•Geht das nur mir so?: Anderer Leute Geld verschenken, das kann die Politik am bestenFoto: graja - stock.adobe.com Adobe StockAlexandraWürzbach19.04.2026 - 14:24 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel wei...
•Wer wäre denn nicht gerne entlastet?
•Es klingt nach Hilfe, nach Luft zum Atmen.
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Geht das nur mir so?: Anderer Leute Geld verschenken, das kann die Politik am bestenFoto: graja - stock.adobe.com Adobe StockAlexandraWürzbach19.04.2026 - 14:24 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen„Bürgerentlastung“ ist ein schönes Wort. Wer wäre denn nicht gerne entlastet? Es klingt nach Hilfe, nach Luft zum Atmen. Nach einem Staat, der seinen Bürgern zur Abwechslung mal etwas zurückgibt.Aber Bürgerentlastung hat für mich jetzt schon das Potenzial, Unwort des Jahres zu werden.Dahinter steckt nämlich ein Taschenspielertrick: Ich verteile fremdes Geld und lasse mich dafür feiern.1000 Euro sollen also Arbeitnehmer steuerfrei als Ausgleich für den Energiepreisschock geschenkt bekommen. Aber nicht vom Staat, sondern vom Arbeitgeber. Merz und Klingbeil wollen zeigen: Wir haben verstanden, wir helfen.Was ich verstanden habe: Großzügigkeit kann so einfach sein, wenn es nicht das eigene Geld ist. Das ist so, als würde Klingbeil im Restaurant laut verkünden: „Heute geht hier alles aufs Haus!“ Und der Wirt am Tresen fragt sich, wann genau er das beschlossen hat.Wirklich jeder weiß doch, dass viele Betriebe aus dem letzten Loch pfeifen. Energie, Material, Personal – alles wird massiv teurer – und obendrauf kommt noch die krasse Bürokratie. All das gepaart mit der schwachen Konjunktur. Da halten die Leute ihr Geld zusammen.24.000 Insolvenzen hat es 2025 gegeben, so viele wie seit Jahrzehnten nicht. Und jetzt soll der Chef des Handwerksbetriebs für seine, sagen wir, 50 Mitarbeiter mal eben 50.000 Euro extra locker machen? Alle, die es nicht machen, weil sie einfach nicht können, sind dann die Geizhälse der Nation. Danke für nichts, Herr Klingbeil. Danke auch, Herr Merz. Politisch irre elegant gelöst: Man selbst verteilt Erwartungen und andere kriegen den Ärger, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden.Und selbst wenn der Arbeitgeber die 1000 Euro seinerseits von der Steuer absetzen kann – erstmal muss er sie haben. Die allermeisten Chefs wissen nämlich, dass sie nur...المصدر: Bild | Source: Bild
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