Erwachsenentaufe: Eine bewusste Entscheidung für den Glauben
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Erwachsenentaufe : Eine bewusste Entscheidung für den GlaubenVon Bernhard Biener04.04.2026, 09:29Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenWasser und Chrisam gehören zur Taufzeremonie – auch wenn Erwachsene das Sakrament erhalten.dpaWenn Kirche nicht mehr selbstverständlich ist, muss sie sich stärker um die Gläubigen bemühen. Zugleich suchen viele Menschen Halt und Orientierung. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Das sollen sie später einmal selbst entscheiden: Von Eltern, die auf die Taufe ihrer Kinder verzichten, ist dies ein häufig genanntes Argument. Dann liegt die Vermutung nahe, dass der christliche Glaube in der Familie keine allzu große Rolle spielt und sich die Frage mangels Bezug zur Kirche später gar nicht mehr stellt. Aber manchmal passiert es eben doch, dass Kinder, wenn sie erwachsen sind, selbst über ihre Religionszugehörigkeit bestimmen – und sich für die Kirche entscheiden.Jutta Fechtig-Weinert hat mit einigen dieser Gläubigen zu tun. Die Pastoralreferentin in der Fachstelle für katholische Stadtkirchenarbeit Frankfurt hat im vergangenen halben Jahr zehn Erwachsene auf die Taufe vorbereitet. Von diesen werden sieben in der Osternacht im Frankfurter Bartholomäusdom getauft, drei in anderen Gemeinden. Am ersten Fastensonntag waren im Limburger Dom 22 Taufbewerber aus dem Bistum von Generalvikar Wolfgang Pax zur Taufe zugelassen worden.Vom Glaubensleben des Partners fasziniertZwischen 22 und 55 Jahre sind die Teilnehmer des Frankfurter Taufvorbereitungskurses alt. Ein Schwerpunkt seien jüngere Bewerber bis etwa 30 Jahre, sagt Fechtig-Weinert. „Darunter sind einige, die aus einem christlich geprägten Elternhaus kommen und rudimentäre Erfahrungen mit der Religion haben“, sagt sie. „Sie wollen mehr wissen und den Weg zu Ende gehen.“ Andere seien überhaupt nicht religiös sozialisiert, aber vom Glaubensleben eines Partners fasziniert. „Sie möchten dazugehören.“Die Suche nach Sinn und Orientierung, aber auch persönliche Krisen oder der Tod...



