Donald Trump will »weit mehr als 5000« US-Soldaten aus Deutschland abziehen
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Transatlantische Krise Trump will »weit mehr als 5000« US-Soldaten aus Deutschland abziehen Die USA könnten ihre Truppenpräsenz in Deutschland stärker reduzieren als bisher angekündigt. Präsident Trump spricht über einen Vorschlag aus Teheran. Und: Washington billigt Waffenexporte an Partner im Irankrieg. Der Überblick. 03.05.2026, 02.29 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern US-Präsident Trump in Florida: »Sie wollen einen Deal« Foto: Nathan Howard / REUTERS aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Schon die Ankündigung von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat für große Aufregung gesorgt: 5000 US-Soldaten sollen aus Deutschland abgezogen werden. Doch dabei soll es wohl nicht bleiben. Präsident Donald Trump erklärte am Samstag (Ortszeit), die USA würden deutlich mehr Soldaten abziehen. »Wir werden die Zahl noch deutlich stärker reduzieren, und zwar um weit mehr als 5000« US-Soldaten, sagte er vor Journalistinnen und Journalisten in West Palm Beach in Florida. Nach Angaben des US-Militärs von Mitte April sind 86.000 Soldaten in Europa stationiert – davon 39.000 in Deutschland. Vor den Ankündigungen zum Truppenabzug hatte Bundeskanzler Friedrich Merz mit seiner Kritik am Irankrieg den Zorn von Trump auf sich gezogen. Mehr dazu, wie Trumps Zorn Deutschland trifft – und wie die Bundesregierung darauf reagiert – erfahren Sie hier . DEBATTE Sorgen Sie sich wegen der Ankündigung des US-Truppenabzugs? Diskutieren Sie hier Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen den Irankrieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Teheran sperrt zudem die Straße von Hormus, während die USA iranische Häfen blockieren. »Sie haben noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt, was sie der Menschheit und der Welt in den vergangenen 47 Jahren angetan haben.« Donald Trump über Iran Derzeit herrscht eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hat. Gespräche über eine dauerhafte Lösung des Konflikts stocken. Trump kündigte am Samstag an, einen von Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. »Sie haben noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt, was sie der Menschheit und der Welt in den vergangenen 47 Jahren angetan haben«, begründete er seine Prognose. In Florida sagte Trump, was Iran betreffe, laufe es für die USA sehr gut. »Sie wollen einen Deal.« Auf die Frage, ob er die restlichen iranischen Raketenproduktionskapazitäten beseitigen wolle, sagte Trump: »Ja, ich würde sie gern beseitigen.« Andernfalls wäre das für Iran ein Ansatz, sie wieder aufbauen zu können. US-Regierung billigt Waffenexporte an Partner im IrankriegIran hatte bereits vergangene Woche Bedingungen für eine Beendigung des Kriegs gestellt: Dazu zählten laut der Nachrichtenagentur Tasnim unter anderem die sofortige Aufhebung der von den USA verhängten Seeblockade sowie die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Straße von Hormus. Washington wiederum verlangt neben der Herausgabe des hoch angereicherten Urans auch die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Zudem wollen die USA Iran auch eine Begrenzung seines Programms zur Entwicklung ballistischer Raketen auferlegen. Mehr zum Thema Verringerte US-Truppenpräsenz in Deutschland: Republikanische Politiker besorgt über Trumps Abzugspläne Reaktionen Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland: »Sicherheitspartnerschaft ist kein Deal und die Nato kein Basar« Deutsch-amerikanische Beziehungen: Lange lobte Trump den Kanzler, jetzt schimpft er über ihn Von Paul-Anton Krüger Während weiter unklar ist, wie es in dem Konflikt weitergeht, hat das US-Außenministerium milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt. Per Notfallbeschluss habe Außenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von mehr als 25 Milliarden US-Dollar (rund 21,3 Milliarden Euro) bewilligt, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses. Seit Beginn des Kriegs habe Iran Tausende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf die Partner der USA in der Region abgefeuert, hieß es zur Erklärung. Die meisten davon seien erfolgreich abgefangen worden. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das Ministerium auch damit, dass die Partner »derzeit angegriffen werden«. Mehr Hintergründe hier: In Saudi-Arabien gibt man sich seit Beginn des Irankriegs Mühe, so zu tun, als sei alles wie immer. Doch hinter den Kulissen wächst die Nervosität und die Enttäuschung über Donald Trump. Wendet sich Riad von den USA ab? aar/dpa/AFP Startseite Feedback




